Für den 22.1.2012 hatte die Wuppertaler Jugend drei Gemeinden in die Rolandstraße zum Gottesdienst eingeladen: die Gemeinde Rolandstraße selbst, die Gemeinde Cronenberg und unsere Gemeinde, da aus diesen drei Gemeinden der Kern der Wuppertaler Jugend kommt; diese wird inzwischen durch Mitglieder anderer Gemeinden bereichert.
Um das Fazit vorwegzunehmen: Es ist sehr wohl möglich, über Generationsgrenzen hinweg miteinander so Gottesdienst zu feiern, dass alle Beteiligten etwas davon haben. Die Jugendlichen hatten die bekannte Geschichte von der Ehebrecherin gewählt und mit einem Sketch verdeutlicht, wie leicht es jeder und jedem von uns passiert, einen anderen Menschen zu verurteilen. Fred Schmidt, für den dieser Gottesdienst seine Predigtpremiere bedeutete, führte die verschiedenen Perspektiven der an der biblischen Begebenheit beteiligten Personen vor Augen und erläuterte daran, wie wichtig es sein kann, etwas aus einem anderen als dem gewohnten Blickwinkel zu betrachten, zum Beispiel nicht immer nur auf Probleme zu sehen, sondern auf die trotzdem vorhandenen Möglichkeiten.
Da Bibeltexte nicht nur theoretisch betrachtet und ausgelegt werden sollten, sondern es auf die praktischen Konsequenzen ankommt, wurden alle Besucherinnen und Besucher aufgefordert, den Stein, den sie selbst gerne auf einen anderen Menschen werfen würden, abzulegen, nach Hause mitzunehmen und zu vergraben oder sonst etwas damit zu tun, damit sie "steinlos" werden.
Was war nun an diesem Jugendgottesdienst anders als an einem "normalen"? Die Lieder, die wir gesungen haben und die von der Jugendband begleitet wurden, waren alle bekannt; wenn die Jugendgruppe den alten Baptisten-Schlager "Auf, Seele, Gott zu loben" (der Text stammt aus dem Jahr 1947, die Melodie von 1575!) als eins ihrer Lieblingslieder bezeichnet, ist die Kluft selbst beim Musikgeschmack doch wohl nicht so groß! Der Gottesdienst beinhaltete dieselben Elemente wie sonst auch, ein Anspiel zur Veranschaulichung kommt zwar nicht in jedem Gottesdienst vor, aber es fällt auch nicht übermäßig aus dem Rahmen. Der Ton der Moderation war frisch, die Predigt wurde engagiert und locker vorgetragen - das Besondere dieses Gottesdienstes war am ehesten der konsequent durchgezogene rote Faden, dass das Gehörte praktische Konsequenzen haben muss und der christliche Glaube nur dann "glaubhaft" ist, wenn er sich im Alltag zeigt und bewährt.
Wer von den Älteren kann diese Botschaft nicht bestätigen und unterschreiben? Wir haben am 22. Januar die Erfahrung gemacht, dass die Älteren etwas von den Jüngeren lernen können - umgekehrt gilt das hoffentlich auch! Wir freuen uns daher auf den nächsten Gottesdienst, den die Jugendlichen für uns oder mit uns gestalten!
Karin Weishaupt
Wieder ist ein Jahr vorbei, wieder wurde Silvester gefeiert und wieder waren wir mit der Jugend auf Silvester-Freizeit in Rinkscheid im Sauerland. Doch wer denkt, es wäre so wie in dem Silvester-Klassiker "Dinner for one", der hat sich geschnitten. Wobei unsere Kostümierung am Silvesterabend schon nahe an Miss Sophie und James ran kamen. Aber dazu später mehr...
Vom 29.12.2011 bis zum 01.01.2012 waren wir wieder in einem Selbstversorgerhaus des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg untergebracht. Das Thema der Freizeit lautete "Steinlos" und bezog sich auf die Geschichte der Ehebrecherin, die gesteinigt werden sollte aus Johannes 8, 1-11. An fünf Programmpunkten wurde dieses Thema vertieft, und wir konnten die Situation aus drei Blickwinkeln betrachten: aus der Sicht der Ehebrecherin, aus der Sicht der Pharisäer und aus der Sicht von Jesus.
Wir, das waren insgesamt 25 Jugendliche aus den 4 Baptistengemeinden in Barmen, Wichlinghausen, Cronenberg und Elberfeld und der FeG Bergstraße in Elberfeld im Alter von 15-33 Jahren (wie ihr seht, die Gruppe wächst weiter!). So vielseitig wie die 25 Teilnehmer der Freizeit, so vielseitig war auch das Programm der Freizeit: Von gemeinsamer Küchenarbeit, packenden Kicker- und Tischtennis-Duellen, "Toben" in der Sporthalle, stundenlangem Kartenspielen und einem echt gelungenen "Casino-Abend" bis hin zum obligatorischen Anstoßen auf das neue Jahr (für die unter 18 Jährigen auch mit alkoholfreiem Sekt) war für jeden was dabei. Das neue Jahr wurde dann mit einem kleinen Neujahrsspaziergang begonnen.
Zum "Casino-Abend" (Silvesterabend) haben sich die Teilnehmer und Mitarbeiter auch dementsprechend in Schale geworfen. Edelster Zwirn, gepaart mit dazugehörigen Benimm-Regeln - nach einer kurzen Knigge-Einführung von Frederik Schmidt. An fünf "Spieltischen" wurden sowohl der Gewinner des Abends als auch die besten Kostüme (bei Damen und Herren) gekürt, bevor es um punkt 0:00 Uhr zum Knallen und Raketen-Abfeuern vor das Haus ging.
In der Abschlussrunde am Abreisetag nach dem Hausputz stellten wir einstimmig fest, dass es allen Beteiligten sehr gut gefallen hat und es vielleicht im nächsten Dezember, wieder heißen wird: "The same procedure as last year?"
Marc Vollmer
Nach 28 Jahren und 6 Monaten hat der Seniorenkreis im November 2011 seine Arbeit eingestellt. Die meisten Mitglieder gehören gleichzeitig der Frauengruppe an, sodass sie in diesem Rahmen ihre Treffen fortsetzen können. Die Gemeinde dankt allen, die sich für den Seniorenkreis engagiert haben, insbesondere Rita und Gottfried Urban, die ihn nach dem Ausscheiden von Walburga und Richard Weilandt alleine geleitet haben. "Alles hat seine Zeit" - daher kann es auch einmal angesagt sein, eine alte Arbeit zu beenden und bei neuen Aktivitäten mitzumachen.
Antwort: Sie treffen sich freitags um 18:00 Uhr in der Wartburgstraße zu einer Gitarren-AG.
Vielleicht hast auch du schon länger mit dem Gedanken gespielt, Gitarre zu lernen, oder das, was Du kannst, zu verbessern. Vielleicht möchtest du dein Lieblingslied spielen lernen, eine Gruppe musikalisch unterstützen oder einfach nur mit anderen musizieren. Vielleicht bist du auch einer derjenigen, die die obige Aussage als raffinierten Werbespruch durchschauen. Wie auch immer: Zeit und Ort kennst du ja jetzt. Meld dich bei Interesse einfach bei mir. Das Angebot richtet sich vornehmlich an Jugendliche. Das Alter ist allerdings irrelevant, denn man ist nur so alt, wie man sich fühlt.
Fred Schmidt

An diesem Nachmittag trafen sich Frauen aus mehreren Gemeinden, und zwar der katholischen, der evangelische und der Freien evangelischen Gemeinde, bei uns als einladender Gemeinde. Wir erlebten bei Kaffee und Kuchen fröhliche Gemeinschaft, Zeit für Gespräche und ein ungezwungenes Miteinander. Schon viele Jahre sind wir in jedem Jahr zum Weltgebetstag, der im Wechsel in den beteiligten Gemeinden stattfindet, zusammen und freuen uns immer auf das Wiedersehen in dieser Gemeinschaft.
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Wir erlebten eine gute gelöste Zeit, bis wir um 16.00 Uhr mit dem Gottesdienst begannen. Chilenische Frauen hatten die Gottesdienstordnung für diesen Tag geschrieben, und es war bewegend, was sie über ihr Land und die Menschen zu berichten hatten. Die Kollekte, die 448,00 Euro erbrachte, ist für das Land Chile bestimmt, für die Not der Ärmsten der Armen und besonders der Kinder. Es war ein besonderer harmonischer Gottesdienst, in dem wir Gottes reichen Segen erfahren haben. Im gemeinsamen Gebet setzten wir uns für die Frauen und Kinder aus diesem Land ein.
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Vieles war vorzubereiten. Ich möchte allen Schwestern, die mitgeholfen, Kuchen gespendet und sich eingesetzt haben, herzlich danken, denn nur so ist das Gelingen eines solchen festlichen Tages möglich. Deshalb danke ich auch unserem Gott für das Gelingen und grüße herzlich.
Walburga Weilandt