Thomasmesse am 22.1.2012



Nicht nur zur Weihnachtszeit...

... sondern zur Fortsetzung trafen wir uns am 22. Januar um 18h00 zur 4. Thomasmesse. Überraschend begrüßte uns dieses Mal Udo Jürgens mit seinem Song: "Dafür brauch ich dich". Der Text, den Udo Jürgens höchstwahrscheinlich an einen Menschen richtet, lässt sich auf Jesus Christus übertragen: das Licht - nicht nur - am Horizont, das wir als Grundlage unserer Hoffnung brauchen; Jesus, der uns mit seiner "glühenden" Liebe nahe sein will, uns mit Weisheit (Klugheit) und Durchblick beschenken möchte, der Auswege öffnen kann; Jesus, der Frieden schenkt und uns beauftragt, Frieden zu leben und weiterzugeben, zum Beispiel mit "Größe nachzugeben, zu verstehen, zu verzeih'n: Dafür brauch ich dich!" Hier erhalten wir schon einen Hinweis auf das Thema, mit dem wir uns in der nächsten TM am 22. April um 18h00 auseinandersetzen werden: Es wird um Vergebung und Versöhnung gehen.

Die Andacht zu Psalm 23 wurde von dazu passenden Liedern eingerahmt.

Im Zentrum der offenen Zeit, in der jeder Besucher sich nach seinen Wünschen unterschiedlichen Elementen zuwenden kann, stand dieses Mal ein begehbares Labyrinth. Dies ist ein altes Symbol für den Lebensweg. Schweigend gingen viele Gäste hindurch. Sie begegneten Symbolen des Lebens: gleich zu Beginn Gottes Wort in der Bibel, blühenden Pflanzen, Licht, aber auch steinigen Wegstrecken und kleinen Kästchen, die z. B. gute Gaben von Gott, aber auch Dinge, die ich am liebsten verstecken möchte, enthalten können. Und immer wieder ging es um die nächste Ecke auf die nächste Strecke: Was mir wohl dort begegnet? Auf dem Weg begleiteten uns Engel - oder Gottes guter Geist?! In der hellen Mitte angekommen, empfing uns vor dem Kreuz der gedeckte Tisch: das Mahl Jesu Christi, umringt von Engeln. Ein bewegender Moment, in der Mitte angekommen zu sein! Ich konnte mich kaum lösen und diesen Ort wieder verlassen. Jeder, der das Labyrinth, begeht, erlebt ganz individuelle Erfahrungen, Gedanken und Gefühle. Es gab die Möglichkeit, diese Impulse schriftlich festzuhalten und mit in den weiteren Lebensvollzug zu nehmen.

Das Gebetsangebot in der Thomasmesse lädt auch dazu ein, aufkommende Gedanken und Gefühle anzusprechen und vielleicht ein fortführendes Gespräch zu vereinbaren. Der Ausgang des Labyrinths führte direkt zum Abendmahlsangebot, an dem so viele Gäste wie noch nie teilnahmen.

Besonders freuen wir uns auch über 5 - 6 externe Gäste: lasst uns Kontakt zu ihnen halten und für sie und weitere beten! Ein Dank gilt allen MitarbeiterInnen, die sich wieder einmal mit Ideen, Kreativität und nicht zuletzt mit ihren Gebeten eingebracht haben.

  Claudia Brosch