Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus Christus und dankt Gott, dem Vater durch ihn (Kol. 3, 17)
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde,
das war's! Nach über einem Jahr des Planens und Vorberei- tens sind die Festtage zu unserem 150. Gemeindegeburtstag nun schon wieder vorbei - Vergangenheit. Viele abendfüllende Vorbereitungssitzungen, schwierige Planungen, langwierige Forschungs- und Gestaltungsarbeiten für die Festschrift, die Vorbereitung von Veranstaltungen, Koordinierungen und Absprachen mit Gästen, Rednern und Künstlern und vieles mehr haben mit dem Festgottesdienst am 17.11. ihren Abschluss gefunden. War's das?
Ich hoffe nicht! Es würde mich freuen, wenn die guten gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnisse der Festwoche in unsere Gemeinde nachwirken und Früchte zeigen. Vielleicht kann uns dabei der Predigttext des Festgottesdienstes weiterhelfen. In Kol. 3, 12-17 ermutigt Paulus uns, einander in Liebe zu begegnen, den anderen zu tragen und uns gegenseitig in der Nachfolge Christi zu helfen. Diesen Geist der Liebe und des Friedens haben wir in der Festwoche erlebt und gespürt. In der Gemeinschaft untereinander und mit vielen Gästen und Freunden, die mit uns gefeiert haben, im gemeinsamen Gebet, in der Betrachtung der Geschichte Gottes mit unserer Gemeinde und im Hören auf sein Wort.
Es liegt nun an uns, welche Kleider wir künftig anziehen wollen (um im Bild des Predigttextes zu bleiben): Herzliches Erbarmen oder Selbstsucht, Freundlichkeit oder Unfreundlichkeit, Demut oder Hochmut, Sanftmut oder Streitlust, Geduld oder Ungeduld. Ich lade sehr herzlich dazu ein, dass wir die Liebe anziehen, die Paulus als das Band der Vollkommenheit bezeichnet, damit Christus mit seinem Frieden unsere Herzen regieren kann. Das kann ganz praktisch dadurch geschehen, dass wir einander achten und aufeinander hören, sowohl im Gespräch zu zweit als auch in unseren Versammlungen, Gemeindestunden und demnächst in den Hauskreisen. Oder indem wir einander helfen, wo es nötig ist. Und natürlich im Gebet füreinander und miteinander. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für manches Zeichen der Liebe und für die Fürbitte in den letzten Wochen.
Alles, die aufwändige Aktion und das einfache, gute Wort soll sich an unserem Herrn orientieren (... was würde Jesus tun?) und in den Dank an ihn einmünden. Eine gesegnete Nach-Jubiläumszeit wünscht euch
Helmut Hoffmann